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Tschüss Eisbahn, bis Dezember 
Dülmen. Der Milchzahn von Lars war raus. Der siebenjährige Enkel von TV-Geschäftsführer Hans Jürgen Döhring hatte sich auf der Eisbahn plötzlich auf den Hosenboden gesetzt, und dabei war ihm das wackelige Beißerchen rausgebrochen. Größere Unglücke wie Knochenbrüche indes gab es gottlob während des Dülmener Winters 2007/08 nicht.

Am Samstag und Sonntag können die Dülmener ein letztes Mal ihre Schlittschuhe schnüren. Dann ist die Kufensaison nach insgesamt 39 Tagen gelaufen.

Bei der Dülmener Zeitung zog am Freitagnachmittag die Spitze von Dülmen Marketing mit Johannes Röken und Norbert Winkelhues sowie Geschäftsführer Stephan Bickmann gemeinsam mit Döhring Bilanz. 17 Helfer des TV betreuten über 1300 Stunden die Eisbahn, kassierten Eintritte und verliehen Schlittschuhe. Und dabei hatten sie deutlich mehr zu tun als in der verregneten Vorsaison. Gut 10.000 Eisläufer gingen aufs Eis, das sind 2000 mehr als im vergangenen Dülmener Winter.

Richtig zufrieden ist Dülmen Marketing mit dem neuen Betreiber der Eisbahn, dem Unternehmen Inter-Event aus Dorsten. "Wir haben ein super Eis gehabt", lobt Vorsitzender Röken. Döhring spricht von einem "bombigen Partner." Die 450 Quadratmeter große Fläche habe konstant eine Dicke von neun Zentimetern gehalten, bescheinigt Bickmann. Aus technischen Gründen habe die Bahn - im Gegensatz zu früheren Jahren - nicht einen Tag gesperrt werden müssen. "Das Eis war dank der technischen Möglichkeiten und der passend eingestellten Aggregate so gut wie nie", sagt Röken.

Einer, der das besonders gerne hört, ist Schatzmeister Norbert Winkelhues. Schließlich verwaltet er den Etat von über 100.000 Euro, den der Dülmener Winter hat. Beruhigt spricht der Banker von der "besten Eiszeit, seit es den Dülmener Winter gibt"- und das ist immerhin schon das achte Jahr.

Die Erfolgsgeschichte, die in der Vergangenheit schon mal am seidenen Faden hing, ist vor allem dank des finanziellen Engagements von 30 großen und kleineren Sponsoren möglich, denen Röken und Winkelhues besonders danken. Der Dülmener Winter stehe auf vielen Füßen, namentlich nennen sie Maria Bergjohann-Dodt, die die Eisbahn jedes Jahr großzügig unterstützt.

Dank des Engagements vieler wird es im kommenden Dezember 2008 eine Fortsetzung des Wintermärchens auf dem Marktplatz geben. "Und natürlich mit der Eisbahn, die ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal Dülmens ist", verspricht Röken.

Dass das Eislaufen in der Innenstadt ein Vergnügen für die ganze Familie ist, bescheinigt Döhring, dessen Helfer stundenlang an der Bande stehen. Vor allem Jugendliche schnallen sich die Kufen unter, aber auch jüngere Eltern mit ihren Kindern. Die kleinsten Läufer sind nicht mal fünf Jahre alt (Döhring: "Wir haben viele Schlittschuhe mit Schuhgröße 30 und kleiner ausgeliehen"), die ältesten über 70.

Klar ist für den Marketingverein als Veranstalter, dass das Eislaufen auch künftig oben ohne bleibt. "Ein Dach als Schutz vor Regen, was andiskutiert wurde, ist keine Alternative, weil dann die Atmosphäre der Dülmener Eisbahn hin wäre. Wir werden weiter wetterabhängig bleiben", sagt Röken.

VON RALF REPÖHLER, DÜLMEN

04 · 01 · 08





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